Kapitel 8, Teil: 2

Antike Philosophen zur Objektivation der Perfidie (Christensekte)

 

"Widersteht nicht dem Bösen ..." (Mt 5:39) - das Motto aller organisierter Verbrechen, Mafiosi,  des Satans und der "Bergpredigt"!

 

 

Ein Brief zu Parmenides und dessen Lehre vom Seienden und meine Antwort 

zum Artikel auf  d801.htm (hier klicken)

„Es bleibt dem Kritiker des Christentums nicht erspart, das Christentum verächtlich zu machen." Friedrich Nietzsche, Antichrist § 57

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 Brief eines Lesers zu Parmenides:

Mit meinen Worten:

Damit etwas sein kann, muß  es erst einmal Sein, denn wenn es nicht ist, kann es auch nicht Sein. Daß das Sein  notwendigerweise ist, daß Nichts hingegeben nur gedacht werden kann,  aber  nicht der Wirklichkeit entspricht. Also nicht existent sein kann, den um existent zu sein,  muß das Nichts erst einmal Sein. Damit das Sein identitätsfähig ist, muß es Sein und darf nicht nur der Fähigkeit des  Seinkönnens unterliegen. Denn wenn das Seinkönnen nicht dem  Sein entspricht, ist es auch nicht existent. Es muß also ganz sein, um überhaupt sein zu  können. Denn wenn es nicht vollständig ist, kann das Sein überhaupt nicht Sein und damit  wäre es auch nicht identitätsfähig. Denn um zu sein, muß das Sein entweder ganz sein oder  gar nicht. 


Meine Antwort:

Ich stimmte dir hier völlig zu, dass das Nichts sich allein schon von daher widerlegt, dass es ein Sein (schon zu seiner Definition) voraussetzt.  Kein Nichts ohne Sein und deshalb überhaupt kein (reales) Nichts. Wenn  das Sein schon vorhanden ist, weil das Nichts es voraussetzt, dann gibt es kein Nichts. Hier widerlegt sich die „Creatio ex nihilo“ durch ihre eigenen Voraussetzungen. Ansonsten gibt es nur ein relatives, d.h. nur kategorisches und logisches, aber kein reales Nichts. Ein relatives Nichts ist kein Nichts, sondern nur eine Kategorie. Johann Gottlieb Fichte sagt daher auch zu Recht, dass eine Schöpfung aus dem Nichts gar nicht gedacht werden kann. Dieser Begriff (der Schöpfung aus dem Nichts) ist ein Synonym für Hokuspokus.

Der Sinn der Erkenntnis des Parmenides besteht  darin, dass er erkennt, dass Begriffe und  Wirklichkeit zwei verschiedene „Stiefel“ sind, also das, was sich Kant als seine "kopernikanische Wende" in der Philosophie glaubte anheften zu können oder die moderne Wissenschaftstheorie für ihre neuste Errungenschaft hält. Kant bezeichnet als seine "kopernikanische Wende" in der Philosophie die Tatsache, dass die Objekte der Erkenntnis (die Wirklichkeit) sich nach den menschlichen Begriffen (Erkenntnis) zu richten hätten, und nicht die menschliche Erkenntnis (oder die Begriffe) nach den Objekten der Erkenntnis (Wirklichkeit). Im Grunde genommen machten dies auch die christlichen Religionsganoven („Scholastiker“), von wenigen Ausnahmen (z.B. Duns Scotus) abgesehen, auch wenn sie meinten, das Gegenteil zu tun.

Parmenides geht aus von der empirischen Tatsache, dass das Sein ist aus und folgert daraus, dass es dann auch vollständig sein kann bzw.  (identitätsfähig) ist.  Identitätsfähigkeit bedeutet So-Sein-Können und setzt somit das Seinkönnen voraus. Parmenides erkennt schon, was Aristoteles später formulieren wird, dass „der  Mangel die Ursache der Bewegung“ ist und folgert nun, dass alle Bewegung nur Schein sei, (weil sie sonst  einen Mangel am Sein offenbaren würde, der logischerweise nicht vorhanden sein darf). Indem nun  aber Parmenides die Bewegung als Schein erklärt, sagt er auch, dass die Dinge der Wirklichkeit sich nach unserer Erkenntnis und nicht unsere Erkenntnis sich nach der Wirklichkeit zu richten hätte(n) - also genau das, was sich Kant, der allein die Gottesbeweise der christlichen Desperados (Christenjargon: "unschuldige" Sünder) zertrümmert haben will, sich als sein Verdienst anrechnete oder ihm auch heute in der westlichen Philosophie fälschlicherweise angerechnet wird.

 

Schon am Beginn der Philosophie stand also die Erkenntnis, die - infolge der Jahrhunderte anhaltenden christlichen Umnachtung -  erst Kant heute zugeschrieben wird, dass nur das als wirklich zu gelten hat, was auch vor unserem Verstand Bestand hat. Nicht nur die Identitätsfähigkeit des Seins, sondern auch dieser erkenntnistheoretische "Paukenschlag" ist das Verdienst des Parmenides und die Geburtsstunde der Philosophie.

 

 

Vor einer Radikalisierung des Prinzips kann nur gewarnt werden. Parmenides sieht dort nicht gut aus, wo er danach verfährt und alle Verbrecherorganisationen, ob nun Christen oder Nazis, sind immer nach dem Prinzip verfahren, dass bei Widerspruch zwischen Einbildung („Erkenntnis“) und Wirklichkeit („Wahrheit“) sich Letzteres nach deren Einbildung zu richten habe, notfalls mit Scheiterhaufen und anderen Formen von Massenmord. Wenn Theorie und Praxis nicht übereinstimmen, um so schlimmer für die Praxis und d.h. in diesem Falle für die  Wahrheit …!

 

 

Indem nun Parmenides die Unterscheidung zwischen Sein und Seinkönnen als eine rein begriffliche erkennt, der weder Logik noch Sein korrespondieren, sieht er, dass für einen  Gott überhaupt kein "Raum" vorhanden ist (wenn man so will, widerlegte er somit im Voraus alle Gottesbeweise), weil diese nämlich eine (korrespondierende) Realität der begrifflichen Unterscheidung von Sein und Seinkönnen voraussetzen. Die Gottesbeweise "funktionieren" im Grunde genommen auf der Einfältigkeit: Da gibt es ein Wesen, z.B. eine Katze - und nun brauchen wir noch eine Kraft, welche die Katze Katze sein lässt - und die wird dann von Gott geliefert. Diesen Blödsinn machen auch die christlichen Einfaltspinsel, indem sie einmal zwischen Gott und dem "heiligen Geist" unterscheiden. Der "heilige Geist" ist dabei die Kraft (Fähigkeit), dass Gott auch tatsächlich Gott sein kann ... Überhaupt ist Gott ein lustiger Klub mit Vater, Mutter, Kinder, Geist etc. im Christentum. Kein Mensch von Verstand kann so etwas auch nur ernst nehmen!

 

Parmenides hat insofern Recht, wie Platon, Aristoteles und Plotin später erkannten, weil das Nichts allein ein Begriff ist, dem keine Realität korrespondiert. Wie bereits erwähnt sagt auch Fichte, der ja als ein Ahne der modernen Wissenschaftstheorie angeführt wird, dass ein Nichts überhaupt nicht denkbar ist und eine Schöpfung aus dem Nichts dasselbe ist wie eine Schöpfung durch Zauberei. Aus der Unmöglichkeit eines Nichts, gelangt Parmenides logisch zum Vorhandensein des Seins und aus diesem folgert er wiederum, dass das Sein dann auch Sosein kann, denn würde ihm auch nur das Geringste mangeln, dann würde ihm alles mangeln. Ein halbes Sein ist undenkbar. Hier gilt ein Entwederoder ...

 

Da nun  Platon als auch  Aristoteles erkennen, dass sowohl Parmenides ("nichts ist in Bewegung") als auch Heraklit ("alles ist in Bewegung") Recht haben, versuchen sie beiden in der Weise recht zu geben, indem sie die Dinge zwischen Idee (Platon) oder Morphe (Aristoteles) einerseits, und Materie (Platon) oder Hyle (Aristoteles) andererseits, als Konstituenten des Seins unterscheiden. Deshalb spricht Platon auch von Dialektik, d.h. Zweiheit der Dinge (nicht von Metaphysik oder gar Transzendenz) und bei Aristoteles spricht man von Hylemorphismus. Also, Aristoteles und Plotin sprechen niemals von Metaphysik - das haben die beschriebenen Einfaltspinsel dort hineintransportiert.  

 

Übrigens, der Begriff der Metaphysik rührt von Andronicus von Rhodos her, der um das Jahr 0 gelebt hatte. Andronicus ordnete die Schriften des Aristoteles für eine Edition derselben, und zwar zunächst die Schriften, die die Natur („Physik“) betreffen und danach die Schriften, die  nach (Meta) der Natur (Physik) folgen. So kam der Ausdruck „Metaphysik“ zustande … Metaphysik bedeutet  unter christlichen Karnevalsganoven gewissermaßen Wolkenkuckucksheim …! Daran haben die antiken griechischen Philosophen nicht im Entferntesten gedacht!

 

Einen  gewaltigen Sprung nach vorne tut weiterhin Plotin, wenn er

 

 1.) das Zustandekommen der Ideen (Platon) oder Morphe (Aristoteles) durchdenkt und somit zu einer ersten durchgebildeten Ontologie kommt, von der sich a) die heutige Philosophie im Wesentlichen nicht entfernt hat (und die sich b)  Hegel als Erster an den Hut heften zu können glaubte!) - und

2) die Unterscheidung der Konstituenten des Seins, z.B. in Ideen und Materie, als eine reine logische Unterscheidung erkennt, der keine Realität entspricht.  D.h.,  nach Plotin gibt  oder gab  es  zu keiner Zeit ein Sein ohne Materie oder Ideen. Es handelt sich hier um logische Konstituenten, die das Sein bilden. Damit wird das ganze Mittelalter mit seiner "distinctio realis" (den Begriffen würden  Objekte der Wirklichkeit entsprechen)  als reiner Karneval bloßgestellt

In Wirklichkeit handeln die christlichen Ganoven ganz anderes, als sie reden. Sie gaukeln sich und anderen vor, sich nach der äußeren Wirklichkeit zu richten. Die Wahrheit soll demnach eine „adaequatio rei et intellectus“, eine Angleichung des Verstandes an die äußeren Dinge (der Realität), sein.

Wie schon gesagt, aber nicht genug gesagt werden kann, in Wirklichkeit verfahren christliche Karnevalisten und Religionsganoven schon seit eh und je nach dem Motto: Wenn Betrug und Selbstbetrug sich mit der Praxis (Wahrheit) nicht vereinbaren lassen, dann um so schlimmer für die Realität oder Wahrheit … Dann ist Mord und Totschlag gegen diejenigen angebracht, die es wagen, diesen Objektivationen (Ausgeburten) der  Perfidie , Desperados und Terroristen die Wahrheit zu sagen!

 

 

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